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Gemeindeamt Oberwaltersdorf
Badener Straße 24
2522 Oberwaltersdorf

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27.09.2011

Broncia Koller-Pinell 1863 - 1934

Anna Mahler - 1. Frau von Rupert Koller
Haus Koller im Museum
"Die Hobelbank"
Silvia Koller - Tochter

1863   geboren am 23. Februar in Sanok/Galizien

1870   Übersiedlung mit ihren Eltern Saul und Klara Pineles nach Wien und danach Oberwaltersdorf.

1881   Erster Maluntericht beim Bidhauer Josef Raab, anschließend beim Maler Alois Delug

1885   Malunterricht bei Ludwig Herterich in München

1890  Rückkehr nach Wien

1896  Heirat mit Dr. Phil etMed. Hugo Koller (1867 - 1966)

Gemeinsame* Übersiedlung nach Hallein, bzw. nach Nürnberg. Der Ehe entspringen zwei Kinder, Rupert (1896 - 1976) und Silvia (1898 - 1966)

1902   Rückkehr nach Wien. Intensive Hinwendung zum Secessionismus. Enger Künstlerischer und gesellschafftlicher Kontakt mit Gustav Klimt, Architekt Josef Hoffmann, Kolo Moser, Adolf Böhm und vielen anderen, auch darstellenden Künstlern.

1911   Gemeinsam mit Heinrich Schröder Einzelausstellung in der Galerie Miethke

1912   Umbau der Fabrik ihres Vaters in ein Gut zu Oberwaltersdorf

1916   Enger Kontakt mit Egon Schiele

1918   Fruchtbarer Austausch mit einer neuen Künstlergeneration, insbesondere mit Anton Faistauer, AlbertParis Gütersloh und Franz Zülow

1921   Orientierung an Carl Hofer und Auseiandersetzung mit neusachlichen Tendenzen in Deutschland

1934   Tod am 24. April 1934

Koller-Pinell gehört zu Beginn des 20. Jahrhunderts ganz zum engen Kreis um Gustav Klimt. Sie gilt zudem als Förderin von Egon Schiele. Im Gegensatz zu der exakten und durchkonstruierten Gestaltung in den Werken vieler Secessionisten, überzeugt in ihren Bildern das spontane Wesen freier Eigenwilligkeit.

Haus Koller

1793   verkaufte die Herrschaft die Getreidemühle an Müllermeister Paradeiser

1825   Umwandlung in eine Papiermühle

1882    Kauf durch den jüdischen Baumeister Saul Pineles. Erzeugung von schweren Textilien, besonders Pferdedecken (Kotzen)

1998    Installierung eines Elektrizitätswerk durch seinen Schwiegersohn Dr. Hugo Koller

1903   Nach dem Tod von Saul Pineles erwarben die Kollers die Fabrik. Der Betrieb wurde stillgelegt, das E- Werk wurde zur Haupterwerbsquelle der Familie.

1912   Umbau der Fabrik durch den Freund der Familie Architekt Josef Hoffmann, nach den Wünschen der Kollers. Der Kunstgewerbler Kolo Moser schafft die in ihrer Klarheit einzigartige Jugendstileinrichtung. 

Das Haus der Kollers wird zu einem Zentrum der Wiener Gesellschaft. In Oberwaltersdorf treffen sich Gustav Klimt, Josef Hoffmann, Egon Schiele u.v.a.

Er zählt zu den besonderen Eigenarten des Lebens, dass derartige Kostbarkeiten nur allzu oft schon in der zweiten Generation wieder zerfallen. Der Sohn Rupert, der in seinem Leben keine glückliche Hand hatte, verkaufte nach dem Tod des Vaters 1948, langsam und systematisch Stück für Stück aus diesem kostbaren Haus. Heute befindet sich das Anwesen in Privatbesitz.

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