14.03.2010 | A A A
Ausstellungsbeispiel in Wr.Neudorf

Ausstellung zum Thema "Alltag-Rassismus"

Die Marktgemeinde Oberwaltersdorf ladet alle recht herzlich zu dieser sehenswerten Ausstelung ein, die mit unseren Streetworkern MOJA und aktiver Jugendbeteiligung erstellt wurde.
Am Montag, dem 09.November um 19 Uhr findet die Vernissage zur Ausstellung "ALLTAG - RASSISMUS " - Jugend gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung - statt, zu der Sie herzlich eingeladen sind.

Ort: Galerie unter'm Dach im event- und kulturcenter bettfedernfabrik Kulturdtraße 1
2522 Oberwaltersdorf.

Eingeladen sind neben dem Ehrengast, dem Herrn Landesrat Mag. Johann Heuras, alle Honoratioren der Marktgemeinde Oberwaltersdorf, sowie alle Jugendlichen und InteressentInnen.

Jugend gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung.
Ein umfangreiches Projekt für Zivilcourage.
Das partizipative Projekt ALLTAG-RASSISMUS wurde von der MOJA Mobile Jugendarbeit gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt. Heraus gekommen ist eine Ausstellung, in der die Betrachter_innen mit Auswüchsen von Fremdenfeindlichkeit und Betätigungen in nationalsozialistischem Sinne konfrontiert werden. Ein Aufruf zu mehr Zivilcourage, der gegen Feindbilder erzeugende Verallgemeinerungen und Ausgrenzung wirken soll.
Wir alle sind immer wieder mit Formen des so genannten Alltagsrassismus; konfrontiert.
Vorwiegend zeigt er sich durch den Sprachgebrauch; sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Diese Form der Ausgrenzung kann für Jugendliche ein Instrument sein, um sich gesellschaftlich und politisch, aber vor allem persönlich in der Erwachsenenwelt zu positionieren.
Doch bei näherer Betrachtung sind jene Äußerungen, die sich gegen ;Randgruppen; richten, nicht primär als politisch motivierte Meinungsverlautbarungen einzustufen. Die provokanten Schimpftiraden - vor allem gegen Migrant_innen, "exotisch" erscheinende Religionsgemeinschaften oder homosexuelle Mitmenschen sind als pubertäres Abgrenzungsverhalten und provozierendes In-Frage-Stellen (und dabei Grenzen ausloten) zu begreifen, gegenüber Themen, zu denen viele Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag kaum bis gar keinen Bezug haben. Nur im Sinne des Wortes sind diese Untergriffe "Fremden-Feindlich", da sie sich eben gegen "Unbekanntes" richten.

KEINEJUGENDSÜNDE
Dennoch sei unmissverständlich klar gestellt, dass jugendlicher Faschismus niemals als Jugendsünde abgetan werden darf! Unsere Aufgabe ist es, Jugendliche dabei zu unterstützen, eigene Meinungen und Haltungen auszubilden, indem wir ihnen die nötigen Informationen zu ihren Themen anbieten. Daher starteten wir einen Aufruf an alle Jugendlichen, ausgrenzende Aussagen in der Öffentlichkeit zu fotografieren und zu dokumentieren. So können sie dazu beizutragen, dass Hetze jeglicher Art - egal gegen wen sie gerichtet ist - nicht unbeachtet bleibt.
Über eineinhalb Jahre lang haben Jugendliche jene Spuren fotografiert, um daraus diese Ausstellung zu gestalten. Dabei haben sie auch immer wieder Anregungen gegeben, welche Inhalte mit eingearbeitet werden sollten, um das Thema möglichst ganzheitlich zu erfassen (z.B. Zahlencodes und Symbole rechtsextremer Gruppierungen, Hetze verbreitende Musik, rechtliche Konsequenzen).
In den zahlreichen Rückmeldungen der jugendlichen Besucher_innen der Ausstellung steckt der unmissverständliche Auftrag an die Erwachsenenwelt:
Wir wollen nicht in einer von Fremdenfeindlichkeit geprägten Welt leben!

Alle Besucher_innen sind eingeladen, hinzuschauen, den Blick zu schärfen, Verallgemeinerungen zu hinterfragen, Unterscheidungen vorzunehmen, und sich persönlich zu den gezeigten Aussagen zu positionieren.

Der Eintritt zur Vernissage und zur Ausstellung ist selbstverständlich frei. Für Schulklassen und Jugendgruppen bieten wir auch exklusive Führungen (Montag - Freitag ab 10 Uhr) an.
Führungen sind in der Zeit von 10. bis 20. November Montags - Freitags ab 10 Uhr möglich.
Um vorige Terminabsprache wird gebeten. Kontakt: 0699 11047616 oder info@moja.at Schulklassen sind herzlich willkommen und bekommen ein ca. 2-stündiges Programm, sowie Material zum Weiterarbeiten an der Thematik im Unterricht.
Alle Infos und Materialien zur Ausstellung, sowie Möglichkeiten sich aktiv zu beteiligen:
www.moja.at

Die Veranstalter würden sich über Ihr Kommen sehr freuen